Willkommen auf dem Natur- und Kulturpfad Fårö Dämba !

Das Gebiet, durch das der Wanderweg läuft, umfasst 15 Hektar. Es war früher im Militärbesitz. Das Gelände ist abwechslungsreich, sowohl im Hinblick auf die verschiedenen Naturtypen (Heide, spärlich bewachsener Kieferwald mit verschieden großen, offenen Flächen), als auch im Hinblick auf Spuren,  die von harter Arbeit früherer Generationen zeugen: verschiedene Hinterlassenschaften (insgesamt ca. 30) – Gräber aus der Bronze-und Eisenzeit, ein Erdkeller (vermutlich 19. Jh.), zwei Kalköfen (19. bzw. 20. Jh.)  und Überreste aus der Landwirtschaft wie Steinhaufen, Ackergräben  und  Reste eines kleinen Schafstalls.

 

Der Wanderweg beginnt hier an der Informationstafel und läuft parallel mit dem Schotterweg, der in Klintsbrovik endet. Diesseits des Schotterwegs sehen Sie gelb gekennzeichnete Kiefern. Sie markieren ein Biotop für Insekten und Vögel. Hier wachsen u.a. drei Arten gelbblühender  Mauerpfeffer (Sedum)  – Gelbe Fetthenne, scharfer und milder (sechskantiger) Mauerpfeffer.

 

Dort, wo die Bebauung endet, folgen Sie den Markierungen, die mit einem schwach markierten Waldweg nach rechts ziehen. Sie befinden sich nun am Anfang des Heidelandes. Die Heide (1) besteht aus einer dünnen Erdschicht, die mit Wacholder und Bodengewächsen wie Thymian und drei Diestelarten  (Golddiestel/ Carlina vulgaris, Nickdistel und Erddiestel) bewachsen ist. Hier gibt es auch Hasenklee (Trifolium arvense) und Gelbe Fetthenne. Eine Pflanze, die fast das ganze Jahr über das Gebiet dominiert, ist die Schwalbenwurz (Vincetoxicum hirundinaria), die Wirtpflanze für Gotlands Landschaftsinsekt, die Ritterwanze (Lygaeus equestris). Man sagt, dass man mit dem Vorjahresgras der Schwalbenwurz die Zukunft voraussagen kann.

 

Am Ende der Heide sehen Sie die erste von mehr als einem Dutzend Steinrösen, die mehr oder weniger in einer Linie liegen. Wir wissen nicht, was diese Steinrösen eigentlich sind. Am wahrscheinlichsten ist, dass es sich um Steinhaufen aus dem Ackerbau oder um Gräber handelt. Gegen die Annahme, dass es Steinsammelstellen aus der Landwirtschaft (Lesesteinhaufen) sind, spricht, dass sich keine Erde zwischen den Steinen findet. Gegen die Annahme, dass es sich um Gräber handelt, spricht, dass einige der Steinhaufen in Senken liegen. Es besteht aber kein Zweifel daran, dass sie von Menschenhand gemacht sind.

 

Der Weg macht einen Abstecher auf einen Waldweg zu. Hier sehen Sie eine Kiefer, die im Mai 2013 vom Blitz getroffen wurde. Bemerkenswert ist, dass sich der Blitz in zwei Teile spaltete und der feuchten Schicht zwischen dem Holz und der Rinde des Baumes gefolgt ist. Der Blitz hat dabei einen trockenen Zweig “übersprungen“ (2).

Folgen Sie dem Weg abwärts, so kommen Sie zu Reihen von Steinrösen (3); gehen Sie weiter wegabwärts. Nehmen Sie alle die krummen Kiefern wahr, die, obwohl nicht besonders hochgewachsen, mehr als 100 Jahre alt sein können. Halten Sie sich rechts, so passieren Sie weitere Steinrösen, bevor Sie eine größere dreizügige  Stromleitung sehen, die die Insel Fårö mit Elektrizität versorgt.

 

Der Wanderpfad folgt der Stromleitung, und Sie sehen auf der linken Seite eine kleinere Ruine (4). Sie kann zu Beginn ein kleiner Schafstall gewesen sein, an den später angebaut wurde (im unteren Teil findet sich Kalkmörtel zwischen den Steinen). Wenn Sie der Stromleitung ca. 200 m wegaufwärts bis zum Lammzaun folgen, kommen Sie zu einem Erdkeller (5), der noch seinen ursprünglichen Steinboden bewahrt hat. Hier gibt es nun einen Kamin, der es dem Besucher ermöglicht, Feuer zu machen und die Bratpfanne zu benutzen. (Wenn Sie die Dekoration auf dem Kamin abnehmen, finden Sie eine Kochplatte. Trockenes Holz gibt es in dem Holzstapel außen vor dem Keller.)

Der eigentliche Wanderweg weicht kurz hinter dem Lammstall nach rechts ab und folgt einer Schneise mit einer Stromleitung. Der Weg passiert mehrere Steinrösen. Danach sehen Sie auf der rechten Seite eine Lichtung. Dort macht der Pfad einen Abstecher zur größten Röse des Geländes (6). Die Röse kann ein Grab aus der Bronzezeit sein. Nun wächst oben auf der Röse eine große Mehlbeere (Oxelbeere/ Schwedische Vogelbeere; Sorbus). Unterhalb der Röse gibt es Reste eines Grabens. Der Graben geht in einem Winkel ab. Unterhalb des Grabens hat sich hier bis zum Beginn des 20. Jh. ein Acker befunden.

 

Gehen Sie zurück zum Pfad unterhalb der kleineren Stromleitung, gehen Sie den Hügel hinauf und über ein Lammgitter. Gehen Sie hinter dem Lammgitter wegabwärts und ein wenig nach rechts, so sind Sie ganz in der Nähe der beiden Kalköfen (7). Die nächste Markierung ist das markanteste Eisenzeitgrab (8) des Gebietes, nun mit drei krummen Kiefern bewachsen. Dann folgt der Pfad einem Wall, der einmal, vor 4000 Jahren, ein Strandwall war. Auf dem Hang befinden sich mindestens acht Gräber aus der Zeit um das Jahr null.

Wenn Sie sich der Bebauung nähern, geht der Weg über ein Lammgitter und folgt der Gebietsgrenze bis zum Startplatz. Sie dürfen sich gerne am Lagerplatz hinsetzen und eine Weile die Gegend genießen.

 

 

Um die Wanderung zu beginnen, gegen Sie den Schotterweg hinab und folgen Sie den Markierungen. Der Wanderweg ist mit oben weißmarkierten Holzpflöcken gekennzeichnet; er ist ca. 1.200 m lang. Wir sind davon überzeugt, dass Ihre Wanderung Ihren Aufenthalt auf der Insel Fårö bereichern wird.

Wenn Sie Fragen haben, etwas anmerken oder für eine geführte Wanderung mit dem Grundbesitzer Kontakt aufnehmen wollen, dürfen Sie sich gerne an uns wenden!

 

Familie Brobäck

Handy 070 636 57 22

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